Willkommen beim Elbe-Roeder-Dreieck

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Erstbegegnung an der Elbe. Ein Abend im Dialog.

Donnerstag, 30. Oktober 2025, 18 Uhr: Ein Mix aus Kurzimpulsen von Experten, moderiertem Gespräch und Publikumsfragen

Glaubitz. 16.09.2025. Am Donnerstag, 30. Oktober 2025, lädt der Elbe-Röder-Dreieck e.V. um 18 Uhr in die St.-Laurentius-Kirche Lorenzkirch zur Gesprächsveranstaltung rund um die „Erstbegegnung an der Elbe“ ein. Ein Mix aus Kurzimpulsen, moderiertem Gespräch und Publikumsfragen beleuchtet die Ereignisse des Aprils 1945. Im Anschluss besteht Gelegenheit zum ungezwungenen Austausch.

Update: Leider musste ein Referent (Heimatforschung) berufsbedingt absagen. Die Veranstaltung findet dennoch mit zwei spannenden Perspektiven statt: Arkadi Miller (Museum Berlin-Karlshorst) und Jens Nagel (Gedenkstätte Ehrenhain Zeithain/Stiftung Sächsische Gedenkstätten)

Ursprüngliche Pressemitteilung:

„Die drei Herangehensweisen werden sich in vielem berühren, zeigen aber unterschiedliche Blickwinkel und können einander produktiv ergänzen“, sagt Stephan Steuer Projektmanager für Regionalgeschichte beim Elbe-Röder-Dreieck e. V. „Im Zentrum stehen die lokalen Ereignisse der Begegnung von US-Armee und Roter Armee sowie Fragen des Erinnerns: Welche Quellen tragen die gängigen Narrative, was gilt als gesichert, was als Mythos?“

Die Veranstaltung ist Teil der Reihe „80 Jahre Kriegsende im Elbe-Röder-Dreieck“, die im April und Mai 2025 stattfand. Verschiedene Gedenkveranstaltungen, Busrundfahrten und Vorträge erinnerten an unterschiedliche Ereignisse in der Region zum Ende des Zweiten Weltkrieges.

"Wir laden alle Interessierten herzlich ein an der Gesprächsveranstaltung teilzunehmen", so Steuer. „Besonderer Dank gilt den drei Referenten, der Gedenkstätte Ehrenhain Zeithain sowie der vereinigten Evangelisch-Lutherischen Christuskirchgemeinde Zeithain und dem Verein Lorenzkirch MITEINANDER, die die Veranstaltung unterstützen.“

Der Eintritt ist kostenfrei. Die Kirche ist beheizt.

 

Zusammenfassung:

Was: „Erstbegegnung an der Elbe“ – Kurzimpulse · moderiertes Gespräch · Publikumsfragen

Wann: Donnerstag, 30. Oktober 2025, 18:00 – ca. 20:00 Uhr

Wo: Kirche Lorenzkirch (beheizt), Alte Salzstraße 3, 01619 Zeithain

Eintritt: frei

Veranstalter: Elbe-Röder-Dreieck e.V.

 

Die Referenten:

Arkadi Miller ist Osteuropa-Historiker, er leitet den Bildungsbereich am Museum Berlin-Karlshorst und forscht zum Ende des Zweiten Weltkrieges.

Jens Nagel arbeitet seit der Wiedereröffnung 1999 in der Gedenkstätte Ehrenhain Zeithain. Daneben arbeitete er mehrere Jahre in dem deutsch-russischen Projekt zur Digitalisierung von Registrierungsunterlagen der Wehrmacht zu sowjetischen Kriegsgefangenen. Seit 2002 ist er der Leiter der Gedenkstätte und beschäftigt sich generell mit Kriegsgefangenen als Opfer nationalsozialistischer Verfolgung und Vernichtung.

 

Hintergrund

Die besondere Lage entlang der Elbe machte das Elbe-Röder-Dreieck zu einem Brennpunkt seiner Zeit: Geflüchtete suchten verzweifelt nach einem Weg über den Fluss, während die Rote Armee vorrückte. Ein tragischer Höhepunkt ist die Sprengung der Elbbrücke zwischen Strehla und Lorenzkirch durch Wehrmachtssoldaten am 22. April 1945. Nur einen Tag später wurde das Kriegsgefangenenlager Zeithain befreit, und am 25. April trafen in Strehla, Lorenzkirch und Kreinitz erstmals Soldaten der US-Armee und der Roten Armee aufeinander – ein Ereignis, das bis heute wenig bekannt ist.

Bis zuletzt mussten tausende Zwangsarbeiter:innen unter schwersten Bedingungen arbeiten, insbesondere in der Landwirtschaft und der ansässigen Stahlindustrie. Gleichzeitig durchquerten Todesmärsche das Gebiet, in dem zahlreiche Kriegsendphaseverbrechen wie Erschießungen und Mordaktionen stattfanden.