Willkommen beim Elbe-Roeder-Dreieck

Das Bürgerwindrad

Standort
an Floßkanalroute, zw. Marksiedlitz und Streumen (bei vorhandenen Infotafeln)
GPS
51.345187, 13.396687
Projektphase
2016 – 2018

Die Energiegenossenschaft egNEOS

Am 25.11.2013 gründete sich im Umweltzentrum Dresden die Energiegenossenschaft Neue Energien Ostsachsen eG (egNEOS). Ziel der ehrenamtlichen Genossenschaft ist es, Strom und Wärme aus erneuerbaren Energien selbst zu produzieren. Jede Bürgerin, jeder Bürger hat die Möglichkeit, Mitglied in der egNEOS zu werden. Die egNEOS setzt auf einen Mix aus verschiedenen erneuerbaren Energiequellen und auf eine Partnerschaft zwischen der Großstadt Dresden – die auf Ressourcen aus dem Umland zur Deckung ihres Energiebedarfs zurückgreifen muss – mit der Region.

Sachsens erstes großes Bürgerwindrad

Sachsen hat sein erstes Genossenschaftswindrad! Das NEOS WIND 1 ist eine Windmühle Typ E 101 WEA der Firma Enercon und ersetzt durch sogenanntes Repowering zwei kleine DeWind 48 Anlagen. NEOS WIND 1 hat eine Nennleistung von 3,05 Megawatt und kann 2.500 sächsische Haushalte mit grünem Strom versorgen.

Die Nabenhöhe des Windrads beträgt 135 Meter. Die Windverhältnisse am Standort lassen sich gut einschätzen, da auf die bisherigen Ertragswerte zurückgegriffen werden kann. Zwei unabhängige Windgutachten lassen nach konservativer Rechnung einen Ertrag von 6 Millionen kWh im Jahr erwarten. Damit kann der Stromertrag im Jahr um den Faktor 8-9 gesteigert werden.

Das Projekt wurde technisch, wirtschaftlich und juristisch von dem unabhängigen Beratungsinstitut VRBKE, eine Tochter der deutschen Volksbanken, geprüft. Mit dem Wülknitzer Bürgermeister Hannes Clauß gibt es einen engagierten Partner vor Ort. Die Zuwegung wurde von der Streumener Baufirma (THS) fertiggestellt, ehe die Arbeiten der sächsischen Firma Terraform GmbH zum Fundament beginnen konnten.

Das Fundament gewährleistet mit über 20 Meter Durchmesser und einer Tiefe von 3,70 Meter den sicheren Stand der Anlage. Das Großenhainer Vermessungsbüro Kießling Großenhain überprüfte nach jedem Bauabschnitt die genaue Einhaltung der geplanten Koordinaten. Im Juni 2015 wurde die Anlage aus dem Magdeburger Werk des deutschen Marktführers Enercon geliefert. Am 11. November 2015 speiste die Anlage den ersten Strom ins Netz.

Nach 300-Stunden Probebetrieb wurde eine Komplettwartung durchgeführt und seit Dezember 2015 ist die Anlage im Dauerbetrieb. Projektierer und Generalübernehmer ist die Aufwind GmbH mit Hauptsitz in Friedrichshafen. Vor Ort ist Hans-Peter Grafe vom Aufwind-Büro Prösen/Elsterwerda zuständig. Aufwind ist seit 1997 mit der Planung von Windenergieprojekten am Markt erfolgreich. Nur durch die Kooperation von Stadt und Land können solche Projekte gelingen – auch das zeigt NEOS WIND 1.

Häufige Fragen zum Projekt:

 

  • Warum sammelt die Energiegenossenschaft noch Geld, wenn das Windrad schon steht? 

Die Genossenschaft hat ein Henne-Ei-Problem. Bis zur Unterzeichnung der Verträge Ende Februar 2015 war es nicht sicher, ob das „Projekt Bürgerwindrad“ überhaupt zustande kommen würde. Somit konnte auch keine Werbung für eine Beteiligung von Bürgern gemacht werden. Nach Vertragsunterzeichnung kamen am nächsten Tag die Bagger angerollt und das erste Geld musste fließen – so schnell kann niemand Geld einwerben. Deshalb half ein Finanzierungspartner aus und gewährte ein Zwischenfinanzierungsdarlehen, das bis Ende 2018 durch die nun aktiv mit finanzierenden Bürger Stück für Stück abgelöst wird.

 

  • Wieviel Geld wurde bereits eingesammelt? 

Knapp 200 Bürger sind bis jetzt (Stand 01.02.2017) mit 1.210.000€ am Windrad beteiligt. Die Obergrenze der Bürgerbeteiligung liegt bei maximal 2,5 Mio. Euro.

 

  • Wie ist eine Beteiligung möglich? 

Zunächst muss man Genossenschaftsmitglied werden. Mit einer einmaligen Einlage in die Genossenschaft von 50 Euro hat man eine Stimme und kann fortan die Energiewende mitgestalten. Jedes Genossenschaftsmitglied kann unser NEOS Wind1-Projekt mit einem Nachrangdarlehen unterstützen. Dieses Nachrangdarlehen wird mit mindestens 3,5% fest verzinst.

 

  • Wer organisiert das alles? 

Die Hauptarbeit macht der Vorstand der Energiegenossenschaft und der Aufsichtsrat. Die Arbeit ist komplett ehrenamtlich organisiert. Allerdings gibt es einen größeren Kreis von Unterstützern, so dass einige Aufgaben auf mehrere Genossenschaftsmitglieder verteilt sind. Die Rechenschaftslegung des Vorstands gegenüber den Mitgliedern erfolgt im Rahmen der Generalversammlung

Postanschrift:
Energiegenossenschaft Neue Energien Ostsachsen eG (egNEOS)
Schützengasse 16
01067 Dresden

Telefon: 0351/4943515
Homepage: www.egneos.de
Email: vorstand(at)egneos.de    
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