Auch 2026 finden im Elbe-Röder-Dreieck wieder Veranstaltungen rund um den Tag des offenen Denkmals® statt.
Das diesjährige Motto lautet: „NetzWERKE: Denkmale & Infrastruktur“. Es lenkt den Blick auf Verbindungen – zwischen Orten, Menschen und Ideen – und darauf, wie historische Bauten diese Netzwerke bis heute prägen. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz koordiniert das bundesweite Programm: https://www.tag-des-offenen-denkmals.de/motto
In der Region öffnen unter anderem Denkmale in Lorenzkirch und Tiefenau ihre Türen. Veranstaltungen finden aber auch in Zabeltitz, Diesbar-Seußliz oder Zeithain statt. Im Fokus stehen dabei ganz unterschiedliche Aspekte: von dörflichen und musealen Strukturen über kirchliche Orte bis hin zu historischen Anlagen mit überregionalen Bezügen. In Diesbar-Seußlitz wird beispielsweise das Zusammenspiel von Schloss, Park und Kirche thematisiert, ebenso wie ihre Bedeutung als kulturelle und touristische Infrastruktur.
Die Veranstaltungen zeigen, wie eng regionale Geschichte mit größeren Zusammenhängen verknüpft ist.
Sie planen ebenfalls eine Veranstaltung anlässlich des Tags des offenen Denkmals? Kontaktieren Sie uns gern, damit wir Ihr Angebot in die Übersicht aufnehmen können. Zudem planen wir einen kleinen Flyer, der alle Veranstaltungen im Elbe-Röder-Dreieck bündelt.
Was: "Verbinde die Punkte der Liebe und Demut - von Assisi nach Seußlitz"
Treffpunkt: Schlosspark Seußlitz, Ingrid Zeidler, Tel. 0176-21701908
Wann: genaue Uhrzeit folgt
Bildschau zur Verbindung von Assisi in Italien mit dem ehemaligen Klarissenkloster in Seußlitz und Spaziergang durch den historischen Ortskern Seußlitz. Das diesjährige Thema „NetzWERKE: Denkmale & Infrastruktur“ bietet die passende Grundlage für einen Besuch in Diesbar-Seußlitz. Der dortige Komplex aus Schloss, Schlosskirche und Schlosspark geht auf ein ehemaliges Kloster der Klarissen zurück, einem von Klara von Assisi gegründeten Orden.
Hinweis: Im Haus des Gastes wird außerdem die Entwicklung des Gebäudes vom Pressenhaus mit großer Doppelspindel-Weinpresse bis zur heutigen Nutzung dargestellt. Der Besuch des Hauses des Gastes ist auch für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen sowie Rollstuhlnutzende gut möglich. Eine Toilette ist vorhanden.
WC: Öffentliches WC unterhalb des Schlosses und im Haus des Gastes
Für Rollstuhlfahrer geeignet: nur teilweise
Für mobilitätseingeschränkte Pers. geeignet: ja
Verpflegung: Ja im historischen Ortskern (es ist das Federweißermeile- Ortsweinfest)
Im Rahmen der Veranstaltung wird ein geführter Spaziergang durch den historischen Ortskern angeboten. Zudem sind die Kirche sowie zwei Räume im Schloss mit Ausstellung geöffnet. Die Führung wird von einer Referentin angeleitet, die sich seit vielen Jahren mit dem Thema beschäftigt und bereits mehrfach bei den Klarissen in Assisi war. So ist ein besonderes „Netzwerk“ zwischen Assisi und Diesbar-Seußlitz entstanden, das im Rahmen eines Vortrags und einer Bildschau näher vorgestellt wird.
Heute ist das Schlossensemble mit Park ein wichtiger touristischer Anlaufpunkt für Diesbar-Seußlitz und die Umgebung.
Was: Apfeltag & Kräuternachmittag
Wo: Bauernmuseum Zabeltitz, Hauptstraße 54, 01561 Großenhain
Wann: Sonntag, 13. September 2026 von 09:30 bis 17 Uhr
Zum Tag des offenen Denkmals findet im Bauernmuseum Zabeltitz der Apfeltag & Kräuternachmittag statt. Ein Pomologischen Seminar (mit Anmeldung) zur Einführung in die Sortenkunde und ein Kräuternachmittag mit Bettina Beyer zum Thema „Herbstkräuter" nehmen die Besucher auf eine spanndende Reise in die Welt des Apfels und der Kräuter mit. Ein Pomologe bestimmt zudem am Nachmittag gegen einen kleinen Obolus die Äpfelsorten aus ihrem Garten.
WC ist vor Ort vorhanden
30 Euro Teilnahmegebühr für das pomologische Seminar & 6 Euro für den Kräuternachmittag, Eintritt ist dabei bei beiden Veranstaltungen schon inkludiert ansonsten 3 Euro Erwachsene, Ermäßigt 2 Euro, Kinder 1 Euro
9:30–14 Uhr: Pomologisches Seminar: in Kooperation mit dem Elbe-Röder-Dreieck, Einführung in die Sortenkunde und praktische Sortenbestimmung, nur mit Anmeldung über: wuensch@elbe-roeder.de oder 035265-51479. Hinweis: Das Pomologische Seminar ist leider für Rollstuhlfahrer ungeeignet, da es auf dem Dachboden stattfinden soll. Für mobilitätseingeschränkte Personen (es geht die Treppe rauf) wäre es geeignet, oben gibt es genug Sitzmöglichkeiten.
14–16 Uhr: Kräuternachmittag mit Bettina Beyer zum Thema „Herbstkräuter und Wurzeln“, inkl. Material und Kräutertee (Dauer: ca. 2 Stunden, Anmeldung unter: 03522 304-174, aber auch Besucher vor Ort können teilnehmen)
ab 14 Uhr: ein Pomologe bestrimmt gegen einen kleinen Obolus (3 Euro, bei erfolgreicher Bestimmung) die Äpfelsorten aus dem Garten der Museumsbesucher
Was: Rundgang Geschichte Nikopol
Treffpunkt: Ecke Lichtenseer Str. / Nikopoler Str. (Das "Luftbild" bei Häusern Nr. 10 und 9): maps.google
Wann: Sonntag, 13. September 2025 von 11 bis 13 Uhr
Mit einem Rundgang am Tag des offenen Denkmals laden die Gedenkstätte Ehrenhain Zeithain und der Elbe-Röder-Dreieck e. V. zur Spurensuche zur Geschichte des Nikopol ein. Wir freuen uns über die Teilnahme vieler ehemaliger und jetziger Bewohner, welche herzlich dazu eingeladen sind, ihre Erinnerungen, Fotografien und Anekdoten über den Nikopol mit den Anwesenden zu teilen.
Am 13. September 2026 findet der Tag des offenen Denkmals statt. Motto und damit Thema sind in diesem Jahr Netzwerke und die ihnen zugrundeliegende Infrastruktur. Gebaut in Stein, Beton oder Metall haben Menschen diese Infrastruktur entstehen und wachsen lassen – das macht sie zu Denkmalen, die unsere täglichen Wege seit jeher mitbestimmen. Das Motto lädt dementsprechend dazu ein, auch Denkmäler neuerer Herkunft und abseits von Schlössern und Stauen in den Mittelpunkt zu stellen und in ihrer historischen Wertigkeit anzuerkennen.
Ausgangspunkt von Mobilität und grundlegende Infrastruktur sind die Wohngebiete eines jeden Ortes. In Zeithain ist kaum ein Quartier so bekannt wie der sogenannte Nikopol, eine Wohnblocksiedlung aus den 1980er Jahren. Für einen Ort der Dimension Zeithains erscheint es vielen Auswärtigen zunächst ungewöhnlich einen derart großen Ortsteil vorzufinden. Den meisten ist unklar, dass die damals sehr modernen ausgestatteten Wohnblöcke gebaut wurden, um Wohnraum für Offiziere, Berufsunteroffiziere und deren Familien in der Nähe des NVA-Truppenübungsplatzes zu schaffen. Ebenso wurden dort viele Werktätige aus dem benachbarten Rohrwerk untergebracht.
Seit 1990 hat sich der Ruf und die Beleibtheit des Ortsteils rasant verändert und trotz seiner Bekanntheit wissen viele nichts Genaues über die Geschichte des Nikopol. Woher kommt eigentlich der markante Name? Gibt es Bezüge zwischen Nikopol und dem sowjetischen Ehrenhain? Wem gehörte der Nikopol vor 1990 und wem gehören die Wohnungen heute? Welche Gebäude wurden in den 1980ern gebaut und sind heute verschwunden?
Was: Öffentliche Begehung des Bahnhofgebäudes von Jacobsthal
Treffpunkt: Bahnhof Jacobsthal, 01619 Zeithain
Wann: Sonntag, 13. September 2025 von 14 bis 16 Uhr
Das Bahnhofsgebäude wurde im Sommer 2025 vom Förderverein der Gedenkstätte Ehrenhain Zeithain erworben und soll nun von diesem schrittweise gestaltet werden. Nach vielen Jahren kann es so der Öffentlichkeit zugänglich und zwischen 14 und 16 Uhr besichtigt werden. Den Besucherinnen und Besuchern bietet sich neben dem historischen Gebäude auch eine überarbeitete Ausstellung. Ebenso wird um 15 Uhr vom Bahnhof startend eine kurze Führung zum ehemaligen Lagergelände mit einem Mitarbeiter der Gedenkstätte Ehrenhain Zeithain stattfinden
Geöffnet ist darüber hinaus auch die Gedenkstätte Ehrenhain Zeithain selbst für einen Individualbesuch zwischen 10 und 16 Uhr.
Adresse: Zum Ehrenhain 1, 01619 Zeithain
13. September 2026 – Tag des offenen Denkmals –Begehung des Bahnhofs Jacobsthal und Führung auf ehemaligem Lagergelände
Der Eintritt zur gesamten Veranstaltung ist kostenlos. Den Besucherinnen und Besuchern werden Erfrischungen und Snacks angeboten. Eine Toilette ist leider nicht vorhanden, der Zugang ist nicht barrierearm.
Zum diesjährigen Tag des offenen Denkmals laden der Förderverein der Gedenkstätte Ehrenhain Zeithain und die Gedenkstätte selbst zu einer Besichtigung des Bahnhofgebäudes von Jacobsthal ein. Nach dem deutschen Überfall auf die Sowjetunion am 22. Juni 1941 wurden hunderttausende sowjetische Soldaten in den ersten sechs Monaten deutscher Gefangenschaft ins Deutsche Reich gebracht. Ihr Abtransport aus den Kampfgebieten fand unter katastrophalen Bedingungen statt.
Der Bahnhof Jacobsthal war für die Kriegsgefangenenlager Mühlberg und Zeithain die zentrale Anlaufstelle für den Transport von Kriegsgefangenen und Baumaterial und Versorgungsgüter für die Lager. Hunderttausende Kriegsgefangene verschiedenster Nationalitäten kamen hier zwischen 1941 und 1945 an. Überlebende erinnerten sich oft noch sehr gut an den Namen und das Aussehen des Bahnhofs.
Heute ist das Bahnhofsgebäude eine der wenigen sichtbaren baulichen Hinterlassenschaften des Kriegsgefangenenlagers und für viele Angehörige ein wichtiger Teil ihres Besuchs, da der Bahnhof ein fester Bestandteil der Erzählungen in ihren Familien war. Umso wichtiger ist er zudem als Bezugspunkt, da sich die Gedenkstätte Ehrenhain Zeithain mehrere Kilometer vom ehemaligen Lagergelände befindet, während der Bahnhof in unmittelbarer Nähe gelegen ist. Das Gebäude ist als eine der wenigen architektonischen Hinterlassenschaften des Lagers somit für die Erinnerung sowie die von zentraler Bedeutung.
Dabei fügt sich der Bahnhof perfekt in das Motto des diesjährigen Tags des offenen Denkmals ein: NetzWERKE: Denkmale & Infrastruktur. Denn Netzwerke benötigen Infrastruktur – sonst wären sie nicht vernetzt. Knotenpunkte und ihre Verbindungen bilden diese Infrastruktur. Gebaut in Stein, Beton oder Metall haben Menschen diese Infrastruktur entstehen und wachsen lassen – das macht sie zu Denkmalen, die unsere täglichen Wege seit jeher mitbestimmen. Historische Konstruktionen, die nicht nur ihren ideellen – oder im Falle des Lagers Zeithain ihren verbrecherischen- Zweck erfüllen, uns Identität und außergewöhnliche Ästhetik schenken, sondern teils auch aus praktischen Gründen gepflegt und erhalten werden sollten.
Das Bahnhofsgebäude wurde im Sommer 2025 vom Förderverein der Gedenkstätte Ehrenhain Zeithain erworben und soll nun von diesem schrittweise gestaltet werden. Nach vielen Jahren kann es so die Öffentlichkeit zugänglich und zwischen 14 und 16 Uhr besichtigt werden. Den Besucherinnen und Besuchern bietet sich neben dem historischen Gebäude auch eine überarbeitete Ausstellung.
Das Bahnhofsgebäude wurde im Sommer 2025 vom Förderverein der Gedenkstätte Ehrenhain Zeithain erworben und soll nun von diesem schrittweise gestaltet werden. Nach vielen Jahren kann es so die Öffentlichkeit zugänglich und zwischen 14 und 16 Uhr besichtigt werden. Den Besucherinnen und Besuchern bietet sich neben dem historischen Gebäude auch eine überarbeitete Ausstellung. Geöffnet ist darüber hinaus auch die Gedenkstätte Ehrenhain Zeithain selbst für einen Individualbesuch zwischen 10 und 16 Uhr. Adresse: Zum Ehrenhain 1, 01619 Zeithain
Was: Stadtrundgang auf „jüdischen“ Spuren in Großenhain (Kathrin Krüger, Dr. Jens Schulze-Forster)
Treffpunkt: Museum Alte Lateinschule, Kirchplatz 4, 01558 Großenhain
Wann: Sonntag, 13. September, 14 Uhr
„Jüdische“ Spuren und Geschichten finden sich an bekannten und weniger bekannten Orten in Großenhain: Von der Judengasse/Judentauche über Judentaufen in der Marienkirche, den Fotografen Michaelis-Israel in der Amtsgasse bis zum Friseurgeschäft von Max Kassar. Eine Auswahl wird bei dem ca. einstündigen Stadtrundgang durch die Großenhainer Innenstadt vorgestellt. Im Anschluss ist Gelegenheit, im Museum die Ausstellung „Stolpersteine. Auf den Spuren Großenhainer Bürger jüdischer Herkunft“ zu besuchen und sich bei Kaffee und Kuchen auszutauschen.
Was: Zeitreise in Landwirtschaft & Handwerk von Bauda
Wo: Riesaer Straße 7, 01561 Großenhain, OT Bauda
Wann: Uhrzeit folgt
Entdecken Sie in einer kleinen, aber feinen Privatsammlung Schätze aus Landwirtschaft und Handwerk von Bauda. Lauschen Sie den Geschichten längst vergangener Tage über die körperlichen Anstrengungen des ländlichen Lebens und lernen Sie technische Hilfsmittel der früheren landwirtschaftlichen Arbeit kennen. Hinweis: Der Eintritt ist frei. Um eine Spende wird gebeten.
Was: Stündliche Führungen über den Wiederaufbau des Ritterguts Tiefenau (circa 45 Minuten)
Wo: Schloss Tiefenau, Hauptstr. 8, 01609 Wülknitz
Wann: Sonntag, 13. September 2026, 11 Uhr bis 16 Uhr
Auch in diesem Jahr ist das Rittergut Tiefenau zum Tag des offenen Denkmals wieder für Besucherinnen und Besucher geöffnet. Besichtigung von Grottenpavillon und Rosengarten. Im Café wird es leckere Auswahl an Kuchen und Kaffee geben. Eine Toilette ist ebenfalls vor Ort vorhanden. Die Führungen sind leider nicht geeignet für Rollstühle bzw. mobilitätseingeschränkte Personen.
Was: genaues Programm folgt
Wo: genauer Ort folgt
Wann: genaue Uhrzeit folgt
Das schöne Dorf Lorenzkirch an der Elbe wird auch zum Tag des offenen Denkmals 2026 einiges zum Entdecken bieten. Der Verein Lorenzkirch MITEINANDER e.V. plant ein buntes Programm für den Tag. Im Mittelpunkt steht sicherlich das Budenhaus unweit von Kirche und Dorfgemeinschaftshaus, eines der erhaltenswertesten und ältesten Gebäude des Dorfes. Des Weiteren befindet sich unweit vom Budenhaus ein unverändertes Wohngrundstück um 1800, vor dem sich am 25. April 1945 um die Mittagszeit Offiziere der Roten Armee und der US- Amerikanischen Armee erstmalig begegneten.