Willkommen beim Elbe-Roeder-Dreieck

Geschichten aus dem Elbe-Röder-Dreieck

gemeinsam lassen wir ein Sonderheft der Sächsischen Heimatblätter entstehen

Regionalgeschichte sichtbar machen und Menschen miteinander vernetzen

Mit dem Projekt „Geschichten aus dem Elbe-Röder-Dreieck“ entsteht erstmals ein eigenes Sonderheft der Sächsischen Heimatblätter zur Regionalgeschichte unserer LEADER-Region. Die Ausgabe 4/2027 widmet sich vollständig Themen, Orten und Geschichten aus dem Elbe-Röder-Dreieck.

Begleitend dazu sind mehrere Bildungs- und Austauschformate in der Region geplant. Dazu gehören unter anderem Veranstaltungen zur Quellenarbeit, eine Schreibwerkstatt sowie Formate zur Vernetzung regionaler Akteur:innen. Die Teilnahme ist für Sie kostenlos. Anmeldung aber erforderlich, da es teilweise begrenzte Kapazitäten gibt: steuer@elbe-roeder.de

Diese Angebote richten sich insbesondere an Ortschronist:innen, Heimatvereine sowie historisch Interessierte aus der Region.

Ziel ist es, regionale Akteur:innen bei der Entwicklung eigener Beiträge zu unterstützen und gleichzeitig fachliche Einrichtungen wie Museen, Gedenkstätten, wissenschaftliche Einrichtungen sowie weitere Expert:innen einzubeziehen. So entsteht eine Ausgabe der Sächsischen Heimatblätter, die unterschiedliche Perspektiven und Themen des Elbe-Röder-Dreiecks vereint.

Aktuelles
Die Veranstaltungen und Bildungsformate im Überblick:

Eine Anmeldung ist bei allen Veranstaltungen erforderlich. Die Teilnahme ist kostenlosQuellenarbeit, Schreibwerkstatt und die Exkursion haben eine begrenzte Teilnehmendenanzahl.

Weitere Informationen zu den einzelnen Veranstaltungen finden Sie weiter unten auf dieser Seite. Fragen und Anmeldungen: steuer@elbe-roeder.de

Am 06. Oktober 2026 stellt das Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde (ISGV) seine Projekte und Recherchemöglichkeiten in gemütlicher Atmosphäre vor.

Am 24. Oktober 2026 und 14. November 2026 finden die beiden Module (die Anmeldung gilt für beide Tage!) zur Quellenarbeit mit Referentin Dr. Susanne Baudisch statt (20 Plätze).

Am 09. Januar 2027 findet die Schreibwerkstatt mit Referent Dr. Renatus Deckert statt: (12 Plätze).

Am 01. Februar 2027 findet eine Werkstatt Heimatforschung mit dem Sächsischen Landeskuratorium Ländlicher Raum statt.

Den Abschluss bildet eine Exkursion zum 11. Fachtag für Ortschronisten und Heimatforscher in Kohren-Sahlis (7 Plätze).

Die Sächsischen Heimatblätter

Wer einen eigenen Beitrag für das Sonderheft verfassen möchte oder Fragen zu den Formalitäten hat, meldet sich bitte direkt bei der Redaktion: matthias.donath@zkg-dd.de

Die Sächsischen Heimatblätter sind eine unabhängige Zeitschrift für sächsische Geschichte, Landeskunde, Natur und Umwelt. Sie erscheinen viermal jährlich und gehören zu den wichtigsten regionalgeschichtlichen Zeitschriften in Sachsen. Weitere Informationen zu den Sächsischen Heimatblättern finden Sie hier: https://zkg-dd.de/saechsische-heimatblaetter

Die Zeitschrift ist Mitteilungsblatt des Vereins für sächsische Landesgeschichte e.V. und des Zentrums für Kultur und Geschichte e.V. Seit 2015 sind Dr. Lars-Arne Dannenberg und Dr. Matthias Donath für die Sächsischen Heimatblätter verantwortlich.

Redaktioneller Ablauf und Zeitplan
 

Mai/Juni 2026  Auftaktveranstaltung, erste Absprache mit potentiellen Autoren 
Bis Ende 2026  Ansprache potentieller Autoren und Absprache der Themen/Inhalte 
Januar 2027  Aufstellen eines Verzeichnisses mit Namen der Autoren, Inhalt des Beitrags, Bearbeitungsstand usw. 
1.Hälfte 2027  Individuelle Beratung der Autoren bzw. Möglichkeit der Rückmeldung 
1. Juli 2027  Abgabe der Beiträge (so frühzeitig angesetzt, dass es einen zeitlichen Puffer für Überarbeitung/Ergänzung/Bebilderung gibt) 
Juli/August 2027  Redaktionelle Bearbeitung der Beiträge 
1. September 2027  Beginn der Satzarbeiten, dann Korrekturen bis zur Freigabe 
1. Oktober 2027  Freigabe und Beginn des Drucks 
Ca. 20.10.2027  Auslieferung 
Ende Oktober 2027  Präsentationsveranstaltung 

Die Veranstaltungen im Detail

Teilnahme kostenlos, Anmeldungen: steuer@elbe-roeder.de

Was: Das Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde (ISGV) stellt sich vor
Wo: Bauernmuseum Zabeltitz, Hauptstraße 54, 01561 Großenhain OT Zabeltitz
Wann: 06. Oktober 2026, nachmittags (genaue Uhrzeit folgt)

Das Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde ist ein außeruniversitäres Forschungsinstitut in Dresden. Es verbindet Landesgeschichte und Volkskunde/Kulturanthropologie und erforscht Geschichte und Alltagskultur Sachsens vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Wir treffen uns in gemütlicher Runde und lernen über die vielfältigen Projekte und Angebote des ISGV. Mehr Informationen folgen.

Internetseite des ISGV: https://www.isgv.de/

Mehr Informationen zum Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde

Für unser Projekt ist vor allem der praktische Zugang spannend: Das ISGV erschließt, ediert und veröffentlicht Quellen und stellt zahlreiche digitale Rechercheangebote bereit. Beispiele sind das Historische Ortsverzeichnis, die Sächsische Biografie, der Codex diplomaticus Saxoniae, das Repertorium Saxonicum und die Sächsischen Gerichtsbücher.

Diese Angebote helfen dabei, regionale Themen besser zu recherchieren: Orte und Ortsnamen, historische Erwähnungen, Personen, Besitz- und Verwaltungsverhältnisse, Gerichtsbarkeit, Familien- und Sozialgeschichte. Für das Elbe-Röder-Dreieck kann das ein guter Einstieg sein, um lokale Themen fachlich belastbarer einzuordnen.

Das Historische Ortsverzeichnis ist der Einstieg für Orte: Lage, Ersterwähnungen, historische Namen, Verwaltungszugehörigkeiten, Grundherrschaft, Kirche, Bevölkerung.

Die Sächsische Biografie hilft bei Personen mit Sachsenbezug, auch bei weniger prominenten Personen, die aber regional Spuren hinterlassen haben.

Der Codex diplomaticus Saxoniae ist das zentrale Urkundenwerk für die mittelalterliche Geschichte Sachsens und besonders wichtig für frühe schriftliche Überlieferung.

Das Repertorium Saxonicum erschließt die Amtserbbücher des 16. Jahrhunderts, also Angaben zu Einwohnern, Abgaben, Frondiensten, Flurgrößen, Grundherrschaften und kirchlichen Strukturen.

Die Sächsischen Gerichtsbücher sind wichtig für Grundstücke, Besitzwechsel, Verpfändungen, Nachlass- und Vormundschaftssachen und damit für Orts-, Familien-, Sozial- und Besitzgeschichte.

Was: Mein Werkzeugkasten für die Heimatforschung: Quellenarbeit. Basics, Tipps und Tools, analog und digital
Wo: Technologiezentrum in Glaubitz (TGZ), Industriestraße A 11, 01612 Glaubitz
Wann: 24. Oktober 2026 & 14. November 2026, jeweils 10 bis 15 Uhr
Anzahl Plätze: 20

Die zweiteilige Weiterbildung hilft dabei eigene Beiträge und Publikationen auf Grundlage fundierter Quellenarbeit vorzubereiten. Ziel ist es, mehr Sicherheit im Umgang mit historischen Quellen zu gewinnen: von der Suche nach geeignetem Material über die Einordnung der Quellen bis hin zur Nutzung für eigene Texte. Die beiden Module bauen aufeinander auf. Die Anmeldung gilt daher für beide Termine.

Referentin Dr. Susanne Baudisch ist freiberufliche Historikerin und wissenschaftliche Bibliothekarin mit Schwerpunkt auf sächsischer Landesgeschichte, digitaler Information und historischem Wissen im Netz. Sie promovierte im Bereich Sächsische Landesgeschichte und war unter anderem in landesgeschichtlichen Forschungsprojekten, an der SLUB Dresden sowie für Museen und Vereine tätig. Ihre Arbeit verbindet historische Recherche, digitales Publizieren, Projektkoordination sowie die Vermittlung von Landes- und Regionalgeschichte. Internetseite: https://www.susannebaudisch.de/

Mehr Informationen zur Weiterbildung

Modul 1 – Wie und wo finde ich Quellen?
Samstag, der 24. Oktober 2026, 10 Uhr bis 15 Uhr

In Modul 1 wird gezeigt, wie Quellen gesucht und gefunden werden können, analog wie digital. Außerdem geht es darum, ein eigenes Thema zu finden und weiterzuentwickeln.

Dabei wird die Vielfalt möglicher Quellen einbezogen: von klassischen historischen Quellen über Archäologie, Geographie und Geologie bis hin zu Namenforschung, Kunstgeschichte, Volkskunde und Oral History. Die Teilnehmenden können gerne Ihre eigenen Themen mitbringen und diskutieren.

Die Quellenrecherche wird dabei als kreativer Prozess verstanden. Ziel ist es, am Ende eine eigene Quellensammlung aufzubauen, die als Grundlage für die weitere Arbeit am Thema dienen kann.

Modul 2 – Wie arbeite ich mit Quellen?
Samstag, der 14. November 2026, 10 Uhr bis 15 Uhr

In Modul 2 werden die Erfahrungen aus der bisherigen Quellenarbeit aufgegriffen und gemeinsam besprochen. Dabei können offene Fragen aus Modul 1 reflektiert und der eigene Arbeitsstand weiterentwickelt werden.

Ein Schwerpunkt liegt auf dem korrekten Zitieren von Quellen. Außerdem wird behandelt, wie Quellen sinnvoll ausgewählt, eingeordnet und für die weitere Arbeit aufbereitet werden können.

Auch das Thema Quellenarbeit und Künstliche Intelligenz wird aufgegriffen. Dabei geht es um ein weites Feld mit Chancen, Grenzen und Risiken, das gerade bei der Arbeit mit historischen Quellen sorgfältig betrachtet werden muss.

Handreichung für die Quellenarbeit: Die Teilnehmenden erhalten analog und/oder digital eine umfassende Dokumentation der vorgestellten Quellen und Werkzeuge als Grundlage für die eigenständige Forschung.

Was: Geschichte lebendig erzählen – Eine Schreibwerkstatt für Historikerinnen und Ortschronisten
Wo: Technologiezentrum in Glaubitz (TGZ), Industriestraße A 11, 01612 Glaubitz
Wann: Samstag, 09. Januar 2027, 09:00 Uhr bis 17:30 Uhr
Anzahl Plätze: 12

Texte zu historischen Themen sind manchmal so trocken wie altes Graubrot. Erhellende Geschichten und spannende Erkenntnisse verschwinden hinter Nominalstil, Passivkonstruktionen und verschachtelten Sätzen. Aber wie lassen sich komplexe Sachverhalte verständlich vermitteln, ohne an wissenschaftlicher Präzision zu verlieren? 

Diese Schreibwerkstatt richtet sich an Ortschronist:innen, Heimatforschende und regionalgeschichtlich Interessierte, die Genauigkeit mit einer anschaulichen, lebendigen Sprache verbinden möchten. Gemeinsam arbeiten wir daran, Nominalstil und Schachtelsätze zu reduzieren, Texte zu entschlacken und historische Themen so zu präsentieren, dass sie Leserinnen und Leser fesseln.

Referent Dr. Renatus Deckert: Autor, Lektor, Herausgeber, publizierte mehrere Bücher (Suhrkamp, Wallstein), veröffentlicht u. a. in der Süddeutschen Zeitung, im Tagesspiegel und in der Sächsischen Zeitung und leitet Schreibwerkstätten. Internetseite: https://www.renatus-deckert.de/index.html

 

Was: Werkstatt Heimatforschung – Informations- und Austauschveranstaltung für Interessierte der Heimatgeschichte
Wo: Technologiezentrum in Glaubitz (TGZ), Industriestraße A 11, 01612 Glaubitz
Wann: Montag, 01. Februar 2027, 17:30 Uhr

Keine Teilnehmerbegrenzung! Bitte dennoch frühzeitig anmelden, damit wir uns im Vorfeld besser einstimmen können (Steckbriefe erstellen etc.).

Im Mittelpunkt des Treffens stehen die Erfahrungen, Fragen und Bedarfe der Teilnehmenden, die sich regionalgeschichtlich engagieren. Gemeinsam soll besprochen werden, welche Herausforderungen in der heimatforschenden Arbeit bestehen und wo konkrete Unterstützung gebraucht wird. Außerdem sollen Wünsche und Erwartungen an dieses und mögliche weitere Treffen gesammelt werden.

Durchführung: Claudia Vater vom Sächsischen Landeskuratorium Ländlicher Raum e.V.
Das Sächsische Landeskuratorium Ländlicher Raum e. V. unterstützt Akteure im ländlichen Raum durch Beratung, Weiterbildung, Vernetzung und Projektarbeit. Zu seinen Themen gehören neben der Heimatforschung unter anderem bürgerschaftliches Engagement, regionale Initiativen, Tourismus im ländlichen Raum, nachhaltige Entwicklung und der Erhalt ländlicher Kulturgüter. Internetseite: https://www.slk-miltitz.de/heimatforschung.html

So läuft die Werkstatt Heimatforschung ab

Worum geht es?

• Welche Herausforderungen sehen Sie, wenn Sie an Ihre heimatforschende Arbeit denken?
• Wo sehen Sie konkreten Unterstützungsbedarf für Ihre heimatforschende Arbeit?
• Welche Wünsche verbinden Sie mit dem heutigen und zukünftigen Treffen der Heimatforschenden?

Wie?

• Impuls durch einen Fachreferenten
• Kurze Vorstellung von drei ausgewählten Projekten aus der Region
• Diskussion an drei moderierten Thementischen zum aktuellen Stand und den Unterstützungsbedarfen
• aktuelle Herausforderungen in den jeweiligen Initiativen und Projekten
• Vorstellung der Diskussion der Thementische im Plenum

Ziel

• Genau die Herausforderungen und Wünsche der Region identifizieren und gezielt angehen
• Spezifische Folgeveranstaltungen/Bildungs- oder Unterstützungsformate realisieren

Keine Teilnehmerbegrenzung! Bitte frühzeitig anmelden, damit wir uns im Vorfeld besser einstimmen können (Steckbriefe erstellen etc.)

Wir suchen spannende Projekte aus der Region: Sie haben als Verein oder Privat ein Projekt mit Bezug zur Regionalgeschichte des Elbe-Röder-Dreiecks umgesetzt oder möchtet eines umsetzen? Dann melden Sie sich gerne unter. steuer@elbe-roeder.de

Was: Exkursion: 11. Fachtag für Ortschronisten und Heimatforscher
Wo: Evangelisches Bildungs- und Gästehaus Heimvolkshochschule Kohren-Sahlis, Pestalozzistraße 3, 04654 Frohburg OT Kohren-Sahlis
Wann: Februar/März 2027, ganztätig (genaue Informationen folgen)
Anzahl Plätze: 7

Jedes Jahr veranstaltet das Sächsische Landeskuratorium Ländlicher Raum e.V. einen Fachtag für Ortschronist und Heimatforscher. In mehreren Werkstätten wird praktisches Wissen rund um die Arbeit mit Orts- und Regionalgeschichte vermittelt und vertieft. Neben den fachlichen Impulsen bietet der Fachtag Gelegenheit, mit Gleichgesinnten ins Gespräch zu kommen, Erfahrungen auszutauschen und neue Anregungen für die eigene heimatforschende Arbeit mitzunehmen.

Für das Elbe-Röder-Dreieck steht ein Kontingent von sieben Plätzen zur Verfügung. Der Elbe-Röder-Dreieck e.V. organisiert die gemeinsame Anreise und übernimmt die Kosten für die Teilnahme. Weitere Informationen folgen, sobald Termin, Programm und Ablauf bekanntgegeben wurden.

Was bisher geschah