Wohnen
Nur rund zehn Kilometer von Großenhain entfernt, hat sich der Ort Zabeltitz zu einem echten Schmuckstück entwickelt. Liebevoll gepflegte Ein- und Mehrfamilienhäuser, der Kindergarten „Storchennest“ und die vor wenigen Jahren sanierte Grundschule sowie ein reges Vereinsleben machen aus Zabeltitz einen begehrten Wohnort.
Beliebt bei Familien und Berufspendlern, nicht zuletzt aufgrund der direkten Bahnanbindung, stabilisiert sich die Einwohnerzahl seit Jahren bei rund 1.000 Einwohnern. Damit setzt der größte der Großenhainer Ortsteile einen erfreulichen Gegentrend zur vielfach sichtbaren Landflucht im ländlichen Raum.
Wirtschaftsnah
In Zabeltitz finden Sie zahlreiche Handwerks- und Dienstleistungsbetriebe der verschiedensten Gewerke, von Bäckerei und Blumen bis Sanitär und Transportleistungen. Gäste können in den Gaststätten einkehren oder bei längerem Aufenthalt die vielfältigen Übernachtungsmöglichkeiten in Anspruch nehmen. Die Buslinien des VVO sind für die Erreichbarkeit des Ortes ebenfalls von Vorteil. Zahlreiche Veranstaltungen im Laufe des Jahres ziehen viele Besucher aus Nah und Fern an.
Wunderbar
Das sanierte Palais, der Barockgarten, das Alte Schloss sowie die St.-Georgen-Kirche und das Bauernmuseum bilden nicht nur den malerischen Ortskern, sondern auch die geschichtsträchtige Kulisse für einen entspannten Ausflug mit der ganzen Familie.
Anliegen der Stadt Großenhain, des Stadtrates und des Ortschaftsrates ist es, den Barockgarten und das Palais mit Blick auf die denkmalschutzrechtlichen Belange behutsam touristisch zu entwickeln. Das Erreichen dieses Zieles ermöglichen unter anderem die Mitgliedschaften in der Marketingkooperation „Schlösserland Sachsen“, der Anbietergemeinschaft „Sachsens Dörfer“ und in der Gebietsgemeinschaft „Elbe-Röder-Dreieck“.
Doch egal, ob man den Barockgarten mithilfe einer kostenlosen APP oder im Rahmen einer Führung erkundet, stets gibt es viel über die Geschichte, Gegenwart und Zukunft dieses Kleinodes an der Röder zu erfahren. Sehr gut ausgeschilderte Rad- und Wanderwege laden zur Erkundung des Umfeldes in der Röderaue ein.
Barockgarten Zabeltitz
Der Barockgarten ist ein besonderes Beispiel für ausgereifte barocke Gartenkunst. Mit seiner einzigartigen erhaltenen Originalsubstanz gehört er zu den bedeutendsten barocken Parkanlagen in Sachsen. Ab 1782 entstand der Garten in seiner heutigen Form im Auftrag des Reichsgrafen von Wackerbarth durch den 3. Oberlandbaumeister Johann Christoph Knöffel. Er ist streng symmetrisch und regelmäßig mit wunderschönen Lindenalleen, begleitenden Hecken, Lustwäldchen, Rondellen und Sandsteinskulpturen angelegt.
Das einzigartige Teichsystem wird vom Wasser der Großen Röder gespeist. Ende des 18. Jahrhunderts wurde der hintere Teil der Anlage durch den Prinzen Xaver um die „Wildnis“ erweitert. Heute bietet der Barockgarten die perfekte Kulisse für Hochzeiten, romantische Spaziergänge und verschiedene Feiern und Veranstaltungen. Wer möchte kann sich mit dem Pflanzen eines Spenderbaumes verewigen. An ausgewählten Stellen im Garten erläutert ein Informationssystem den Besuchern Wissenswertes.
Palais
Das Palais entstand in seiner heutigen Form aus einem mehrfach umgebauten Wohnschloss, an dessen Platz ursprünglich eine Wasserburg zum Schutz der Salzstraße stand. Seit 2015 ist das Erdgeschoss des Palais wieder öffentlich zugänglich und beherbergt die Zabeltitz-Information, eine Dauerausstellung zum Barockgarten, ein stimmungsvolles Café sowie Toiletten. Im 2. Obergeschoss befindet sich ein Standesamt mit herrlichem Blick auf das Spiegelbassin. Für Feiern, Tagungen und Veranstaltungen bietet das Palais den perfekten Rahmen.
Altes Schloss
Das Alte Schloss wurde unter Kurfürst Christian I. von 1588 bis 1598 im Renaissancestil errichtet. Es diente ursprünglich als Stallgebäude für die Pferde und für die Unterbringung der erlauchten Gäste und ihrem Gefolge bei den großen kurfürstlichen Jagden in den vormals weiten Wäldern des Schradenwaldes. Das 84 Meter lange Alte Schloss ist vollständig erhalten, jedoch nicht öffentlich zugänglich. Heute befinden sich im Haus ein Ärztezentrum und der Schlosssaal, welcher für Veranstaltungen gemietet werden kann.
St.-Georgen-Kirche
1495 wird erstmals für Zabeltitz eine hölzerne Dorfkirche erwähnt. Der Bau der heutigen St.-Georgen-Kirche geht auf den Ritter Nickel Pflugk, einen Gefolgsmann des Kurfürsten Moritz von Sachsen, zurück. Diese Kirche wurde 1580/81 im spätgotischen Stil erbaut. Sie überstand alle Kriege und den Großbrand von 1808 nahezu unbeschadet und ist heute das älteste erhalten gebliebene Bauwerk in Zabeltitz.
Neben den Erbauern Nickel und Elisabeth Pflugk ist auch der für die Geschichte von Zabeltitz bedeutsame Reichsgraf August Christoph von Wackerbarth in der Kirche beigesetzt. Das seit 1839 als Altar dienende Sandsteingrabmal der Erbauer und der Taufstein sind Arbeiten aus der Werkstatt des Dresdener Bildhauers Christoph Walther II. In den Sommermonaten kann die Kirche besichtigt werden.
Bauernmuseum
Das Bauernmuseum befindet sich in einem alten Dreiseithof, welcher um 1810 errichtet wurde. Er zeigt das schwere Leben eine Mittelbauernfamilie in der Großenhainer Pflege zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Es werden zahlreiche Stücke aus der bäuerlichen Vergangenheit aus den Dörfern rings um Zabeltitz präsentiert. Zum Bauernhof gehören das Wohnhaus mit Hornviehstall, die Scheune und das Auszugshaus sowie der Garten und das Bienenhaus.
Naturlehrpfad
Im 300 ha großen Naturschutzgebiet „Röderauwald Zabeltitz“ finden die Besucher unmittelbar am Barockgarten bei einem Rundgang auf dem Naturlehrpfad interessant gestaltete Lehr und Übersichtstafeln zu den einzelnen Vertretern der Pflanzen- und Tierwelt. Bei einer Wanderung zum Großen Gabelwehr entlang der sich durch den Auwald schlängelnden Großen Röder kann man mit etwas Glück zahlreiche seltene und bedrohte Tiere wie Fischadler, Wespenbussard, Eisvogel, Fledermäuse, Libellen, Lurche, Spechte uvm. beobachten.
zugearbeitet von: Zabeltitz-Information (Lutz Pfennig)
Fotos: Lutz Pfennig