Folgen Sie der Ausschilderung vom Elberadweg auf den Gohrischheiderundweg. Durch einen Wald hindurch gelangt man nach Jacobsthal. Linker Hand, auf dem höchsten Punkt, steht die Sächsische Triangulationssäule. Mit Hilfe des Nagelschen Dreiecknetzes wurde dieser Punkt Teil einer Vermessung, die der Erstellung von Karten im Maßstab 1:25 000 diente. Auf Jacobsthaler Flur wurde im April 1941 auf dem Gelände des ehemaligen Truppemübungsplatzes Zeithain ein Kriegsgefangenenlager errichtet, welches für viele zum Todeslager wurde.
Vor der Kirche Jacobsthal rechts dem Weg folgend, erreichen Sie schon bald den Bereich, wo militärische Übungen stattfanden und uns heute noch drei Gedenkstätten an diese Zeit erinnern. Seit einigen Jahren gehören sie zum Naturschutzgebiet „Gohrischheide und Elbniederterasse Zeithain“. Die Flächen können sich dadurch von der jahrhundertelangen militärischen Nutzung erholen.
Zurück nach Jacobsthal folgen Sie der Ausschilderung bis nach Brandenburg. Hier können Sie das Kriegsgefangenenlager besichtigen. 1939 wurde das Kriegsgefangenenlager Stalag IV B in der Nähe des Ortes Neuburxdorf errichtet, das nach der Befreiung durch die Rote Armee 1945 als Speziallager Nr. 1 Mühlberg des NKWD/MWD bis 1948 weitergeführt wurde.
Dem Weg weiter folgend durchfahren Sie die Ortschaften Kosilenzien und Kröbeln. Kosilenzien lädt mit seiner Gastronomie zum Verweilen und Rasten ein.
Auf dem Weg nach Kröbeln begeistert der „Burgwall zu Cosilenzien“, der zwischen später Bronzezeit und früher Eisenzeit in der Nähe des Ortes entstand. Diese Erdburg maß ungefähr 400 Meter im Oval und diente als Flieh- oder Schutzburg.
Die Route verläuft zurück nach Sachsen in den kleinen Ort Nieska. Auch hier bieten kleine Gastronomien dem Radler die Möglichkeit der Rast, bevor es durch das idyllische Teichgebiet von Spansberg nach Tiefenau weitergeht.
Der größte Ort an der Gohrischheiderundroute ist Zeithain. Dort angekommen laden das Feuerwehrmuseum, die Militärhistorisch Sammlung und die Gedenkstätte Ehrenhain Zeithain ein, sich über die Historie der Region zu informieren.
Auch entlang des Elberadwegs können Sie zahlreiche historisch bedeutende Ortschaften entdecken, so auch den Ort Kreinitz. Kreinitz wurde zum ersten Mal 12298 erwähnt. Zusammen mit Jacobsthal war dieser kirchliche Filialgemeinde von Lorenzkirch. Die Kirche von Kreinitz trägt den Namen der heiligen Katharina. Man vermutet, dass der Ort von flämischen Kolonisten unter geistlicher Grundherrschaft gegründet wurde.
Am Ufer der Elbe bei Kreinitz trafen am 25. April 1945 amerikanische und russische Truppen aufeinander. Dokumentiert wird diese Begegnung im „Museum der Begegnung“ im Landgasthof Kreinitz.
Dem Elberadweg weiter folgend kommt man am Auenwald entlang. Diesen aufzusuchen lohnt besonders im Frühjahr, aber auch zu anderen Jahreszeiten.
Besonders zu erwähnen seien verschiedene Kräuter, wie das Gelbe Windröschen und der Hohle Lerchensporn, die in einer Zeit bereits blühen, wenn die teils mächtigen Laubbäume noch keine Blätter ausgebildet haben.
So große Ulmen findet man im sächsischen Raum entlang der Elbe nur noch selten.
Vorbei an Cottewitz Richtung Lorenzkirch teils durch Überschwemmungsbereiche fahrend, grüßt vom hohen, anderen Ufer die Stadt Strehla mit Kirche und Schloss.
Quelle: Elbe-Röder-Dreieck e.V.